BP - DIE WELT VERSINKT IN ÖL

AFRIKA

Die ganz alltägliche Ölpest

 

Die Welt schaut gebannt auf die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Im Nigerdelta ist der Kampf gegen auslaufendes Öl für die Bewohner zum bitteren Alltag geworden.

NIGERIA

Die Flammen Shells brennen in Nigeria als Höllenflamme.

Rohstoffreichtum stellt sich nur selten als Wachstumsmotor heraus. Meist sind sie eher Fluch als Segen. Dies zeigt sich sehr deutlich in allen Krisenregionen der Welt, denn es gibt im Prinzip kein Kriegs oder Krisenland, wo nicht Bodenschätze, allem voran Erdöl im Spiel ist.

CHINA

Dalian, China

 

2 Ölpipelines explodierten und brannten 15 Stunden. Tausende Liter Öl flossen in den nahegelegegenen Yellow Sea.

Wie groß ist die Ölpest in China wirklich?

 

Nach Regierungsangaben sollen lediglich 1500 Tonnen Öl ausgelaufen sein. Ein US-Experte geht nach einem Besuch des Unglücksorts von 60.000 Tonnen aus - und spricht von der schlimmsten Ölkatastrophe in der Geschichte Chinas.

KANADA

Öl Produktion in Kanada

 

Mitten durch das größte Ölsandfeld Kanadas in der Provinz Alberta fließt der 1200 Kilometer lange, von Gletscherwasser gespeiste Athabasca River. Durch diese und andere Felder ist Kanada nach Saudi-Arabien im Besitz der größten Ölreserven der Welt.

Von Kanada bis zur Nordsee: Wo Öl weltweit unbeachtet ausfließt

 

Alberta, Kanada: Beim Abbau der Ölsande werden täglich Millionen Liter toxische Abwässer sowie große Mengen CO2 freigesetzt. Eine Vogelscheuche soll Zugvögel daran hindern, sich in dem giftigen Schlamm der Auffanggruben niederzulassen. Im Hintergund sind die Abgase der Förderanlage in Fort McMurray zu sehen. Sämtliche Big Player der Ölbranche sind in dem riesigen Abbaugebiet aktiv - die USA verlegen derzeit eine neue Pipeline von Texas nach Alberta.

Als sei nichts gewesen: Öl-Riese BP bohrt jetzt in Kanada weiter

 

Der britische Energiekonzern BP hat sich mit zwei Wettbewerbern verbündet, um im arktischen Ozean nach Öl und Gas zu bohren. D

RUSSLAND

Öl-Pipelines: Erst stirbt die Taiga, dann der Mensch 

 

Komi, Nordosten Russlands

Undichte Leitungen verseuchen die Umwelt Neun von zehn Bewohnern der Komi-Region sind krank. Experten sehen einen Zusammenhang zwischen der Ölverschmutzung und dem Leiden der Menschen an Krebs, Lungen- und Bluterkrankungen sowie Schäden am Immun- und Nervensystem. "Wir haben nach Öl riechendes Trinkwasser und hohe Ölkonzentrationen in Fisch festgestellt. Die Belastung mit Öl in Wasser, Böden und Nahrung erhöht das Krebsrisiko", warnt Wenjamin Chudolej, Krebsexperte aus St. Petersburg.